Beim Feeding geht es um Fett. Je mehr, desto besser. Das, was den meisten Menschen ein Graus ist, also ein schwabbelnder, unförmiger Körper, der sich kaum selbst bewegen kann, ist für Feeder die Erfüllung ihrer feuchten Träume. Normalerweise läuft es so, dass jemand eine andere Person so lange anfüttert, bis Letztere ein deutliches Übergewicht erreicht, was für den Fütterer sexuell attraktiv ist. Normalerweise füttern dabei Männer Frauen, aber es sind auch umgekehrte Konstellationen bekannt. So gesehen haben jedenfalls beide etwas von dieser Paraphilie. Wir wollen uns diesen Fetisch genauer ansehen und später in einem Doppelbericht die Einzelschicksale von zwei Damen ansehen, die Gefütterte, also Feedees sind. Die beiden jungen Frauen Malibu_Stacy88 und Roryrora sind Communitymitglieder. Ihren Wunsch nach Anonymität haben wir respektiert und deswegen ihre Namen geändert und auch nicht, wie sonst üblich, Verlinkungen zu ihren Profilen bereitgestellt.

Aber erstmal der Reihe nach. Beim Feeding verspüren sowohl der Fütterer als auch die gefütterte Person sexuelle Erregung, wenn hemmungslos geschlemmt wird. Eher selten kommt es bei solchen Beziehungen zu echtem sexuellen Kontakt im Sinne von Penetration, allerdings ist auch das bei manchen Feedingpartnern durchaus normal und vorhanden. Nicht alle Feeder und Feedees sind gleich fett, wir haben es vielmehr mit unterschiedlichen Ausprägungen zu tun.

Diese reichen von leichtem Übergewicht bis hin zu extremen Formen von Fettleibigkeit. Die Fetischisten, die einem Feederfetisch frönen, befinden sich meistens in heterosexuelle Beziehungen, in der Regel übernimmt der Mann die Rolle des Feeders. Manchmal kommt es vor, dass feedingaffine Menschen die sexuelle Fantasie haben, zuzunehmen und auch tatsächlich Unmengen essen und in der Folge richtig dick werden, ohne dass der Partner dies wünscht.

Es ist bislang nicht ganz klar, warum Menschen diesem Fetisch verfallen. Einige Ansätze bezeichnen das Phänomen als Abwandlung von Morphophobie, andere wiederum sehen darin klare Zeichen von Masochismus. Die meisten Psychologen werten Feeding-Beziehungen jedoch einhellig als klare Abhängigkeitsbeziehungen. Dominanz und Unterordnung spielt hier ebenfalls eine große Rolle, da der Fütterer eine dominante Position hat, die er auf seine Weise zu seinem Vorteil nutzt.

Die gemästete Person wird nicht selten auch de facto abhängig, da sie sich wegen extremen Übergewichts kaum noch bewegen kann. Solche Menschen werden dann zu authentischen Pflegefällen und leiden zudem an diversen Krankheiten, wie zum Beispiel Diabetes mellitus und Bluthochdruck. In sehr straken Fällen kann dieser Umstand lebensbedrohlich werden. Allerdings widersprechen manche Experten der Theorie von der Dominanz und Kontrolle des Fütterers über den/die Gefütterte/n, da Letztere/r im Prinzip entscheiden kann, wann und ob er/sie essen isst oder nicht.

Nicht immer hat der Fütterer eine Neigung für ohnehin fettleibige Frauen (der Feeder ist so gut wie immer ein Mann), sondern liebt es und empfindet es als Herausforderung, eine einst normalgewichtige Person so lange zu mästen, bis diese fett wird. Die meisten Menschen mit einem Fettfetisch, wir sprechen jetzt aber von den passiven Feedees, hatten schon vor dem Eingehen einer in diesem Sinne fetischistischen Beziehung ein gestörtes Verhältnis zum Essen.

Oft folgte sie dem Motto, „Das Essen ist nicht vorbei wenn ich satt bin, sondern, wenn ich mich selbst hasse.“ Meist nützen auch halbherzige Versuche die Pfunde im Gym loszuwerden nicht viel bis nichts, da eine grundlegend negative Einstellung zum eigenen Körper gegeben ist.

Was aber, wenn dieses übermäßige Fressen gar nicht erst das allseits in solchen Fällen bekannte schlechte Gewissen antriggert? Was, wenn man selber glaubt, dass man so irgendwie besser oder attraktiver oder gar sexy aussieht? Was, wenn Du gerade mit dem Ziel geschlungen hast, gezielt fetter zu werden?

Auch wenn es komisch klingt, die Feeder und Feedee Subkultur ist ziemlich groß und auch recht gut organisiert. Hierbei geht es um nichts anderes als um hemmungsloses Stopfen, Mästen und Schlingen. Der Feedingfetisch begeistert sowohl Männer als auch Frauen. Und man kann nur schwer in solchen Fällen unterscheiden, wer den größeren Spaß daran hat, die Gemästeten oder die Mäster...

Malibu_Stacy88:

"Ich wollte schon immer fett werden, schon seit ich ein kleines Mädchen war. Ich hatte aber bislang nicht die finanzielle Möglichkeit dazu, erst seit etwa eineinhalb Jahren kann ich mir das leisten und bin deswegen jetzt so richtig voll dabei. Ich habe mit 72 Kilo letztes Jahr angefangen, mittlerweile wiege ich 146 Kilo. Wenn ihr euch fragt, wie man sowas anstellt? Dann muss ich sagen, auf die altmodische Weise: essen, essen, essen und nochmals essen. Und zwar alles und in großen Mengen. KFC, Pizza, Lasagne, Burger King, Eis, dazu Cola, Monster. Egal, alles rein!

Und wenn man damit fertig ist, geht es weiter mit Milchshakes, Donuts und Butterblöcken, wenn gerade nichts Geileres zur Hand ist. Ich habe immer einen Haufen Essen neben meinem Bett liegen, der Nachttisch reicht dafür schon lange nicht aus. Immer wenn ich nachts aufwache, steck ich mir was in den Mund, ich muss immer was essen, sonst werde ich ja nicht fett!

Aber ich mache das ja nicht alleine nur für mich. Ich habe meine vielen Fans, die mich für meine Kurven beneiden und mir auch selber oft Essen schicken. Ich chatte viel mit denen und schicke Fotos davon, wie ich fresse, das macht die ganz geil. Meistens geht das alles über den Computer und online, aber manchmal treffen wir uns auch echt und dann wird so richtig geschlemmt. Ich treffe mich aber nur, wenn ich die Jungs schon ein bisschen kenne.

Es gibt echt so viele von uns, das würdet ihr mir nicht glauben! Es gibt auch auf deutsch so viele Webseiten, Foren und Kanäle auf YT, wo es nur ums Fressen aus Geilheit geht. Unheimlich viele Videos, in denen Frauen ihre aufgeblähten Bäuche streicheln und Männer machen das bei den Girls auch. Und da sind auch nicht alle gleich. Es gibt solche und solche. Manche lieben es, einfach fas Füttern, andere sehen gerne zu, wie man nach und nach fetter wird, wieder andere mögen es, sich auf Männer zu setzen, die kleiner sind und das Gewicht einer fetten Kuh ertragen müssen.

Aber manchmal ist es auch ein bisschen nicht so gut, so fett zu sein, ich kann mich nämlich nicht mehr einfach so mal eben im Bus überall hinsetzen, oder einmal wollte ich nach Mallorca fliegen, da hat Air Berlin gesagt, dass das ein Problem wird. Am Ende ging das aber trotzdem noch gut. Ich sehe manchmal auch meine Füße ganz lange nicht wegen meinem Bauch. Aber wenn mir die Jungs sagen, dass sie es lieben, sich vorzustellen, wie die Dinge, die ich esse so geil in meinem Bauch hin und her schwappen, dann bin ich echt froh und glücklich.

Mir hat ganz besonders am Anfang ein YT Video gefallen, das mich dazu gebracht hat, auch so richtig fett werden zu wollen. Da ist ein Feeder und eine Fette und der Mann, der nicht so sehr fett ist, sagt, dass sie noch weiter essen soll. Und dabei hat sie schon ein ganzes Thanksgiving Mahl gegessen! Komplett alleine. Aber der Mann sagt, dass sie noch weiter fressen muss, obwohl sie sagt, dass sie müde ist. Aber dann darf sie doch ein Nickerchen machen und der Mann sagt „Oh, ein gut gefüttertes Schweinchen will jetzt ein bisschen schläfern. Ein Schläferchen! Gut gemacht, Schweinchen, schönes, fettes Schweinchen mit einem schönen großen Bauch, wie das alles schwabbelt! Du hast sooo viel gegessen…“ Und so weiter. Das war so schön! Und er hat die ganze Zeit ihren Bauch gestreichelt.

Manche sagen ja, es ist nicht so schön, wenn Dich jemand Schwein nennt. Aber wir haben ja nicht alle denselben Geschmack und müssen ja auch nicht alle dasselbe im Bett toll finden. Aber manchmal mach ich mir schon Sorgen, dass das alles nicht so gesund ist. Ich finds zwar schön, wenn man so richtig schön rund ist, aber manche sagen ja auch, dass man später sterben kann! Wenn man Zuckerkrank wird oder sowas. Ich bin ja erst 26 und wenn man es übertreibt, kann man auch ganz jung sterben."


Roryrora:

"Ich bin schon die meiste Zeit meines Lebens fettleibig gewesen, eigentlich immer. Und das sieht man nicht nur an meinem Äußeren, es gibt ja auch diese Bodymassindex Dinger, und die sprechen eine deutliche Sprache, ich bin wirklich verdammt fett für meine Größe. Ich habe früher dagegen auch Medikamente genommen, aber seit es die nicht mehr auf dem Markt gibt, habe ich den Kampf gegen das Fett aufgegeben. Damals war ich noch keine 30 und wog 90 Kilo. Versteh mich nicht falsch, vielleicht sieht das nicht nach viel aus, aber es war schon damals viel zu viel für meinen Geschmack. Na ja.

Ich habe damals keinen Sport gemacht, aber ich konnte mich noch nie über einen Mangel an Männern beschweren, aber durch meine überschüssigen Pfunde habe ich irgendwie den Spaß am Sex nach und nach, wie soll ich sagen, nicht verloren… Aber es ist mir immer unwichtiger geworden. Etwas später habe ich mich selbst zu mehr Sex gezwungen, er war auch recht gut, sogar besser als zur Zeit, als ich dünner war. Ich hatte einfach mehr Erfahrung und es war mir nicht mehr so wichtig, wie mein Körper aussah. Ich will nicht angeben, aber es gab Kerle, die haben mich darum angebettelt, dass ich mit ihnen ins Bett gehe. Vielleicht waren andere Mädels einfach nicht so flexibel wie ich. Aber dann kam der Keulenschlag. Ich verfiel in eine Depression. Ich wog damals bereits 111 Kilo, ich war deswegen verzweifelt und verordnete mir selbst ein strenges Zölibat.

Ein Jahr später hatte ich keine Depressionen mehr, aber der Sex war für mich etwas Fremdes geworden. Ich kam auf die Idee, dass ich für einen Halbmarathon trainieren sollte, ich verlor 17 Kilo und war in der Form meines Lebens und wünschte mir nichts sehnlicher als mit jemandem regelmäßigen Sex zu haben. Es war unglaublich, vielleicht wegen des Endorphins, vielleicht wegen etwas anderem, aber ich konnte stundenlang oben sein, meinen Körper verbiegen und jede beliebige Stellung einnehmen. Ich war im Bette eine echte Marathonfrau!

Aber dann kam die Depression wieder zurück und ich brach alle Kontakte zu Männern ab. Da bekam ich auch eine Arthritis im Knie und mein altes Gewicht von 111 Kilo kam wieder. Aber ich war ohnehin schon zu depressiv, als das mich das hätte treffen können. Als sich die Depression wieder verzogen hatte, ging ich wieder auf Männerjagd und die Wahl fiel auf einen Freund. Unser erstes Mal war sehr unangenehm. Dabei hatte ich noch so eine gute Erinnerung an mein letztes Mal gehabt, ich war super gewesen, zumindest hatte es der Junge damals so gesagt. Aber dieses Mal eben nicht, ich fühlte mich, als hatte ich Gewichte an den Armen und den Beinen. Ich konnte mich nicht bewegen wie ich wollte, weil mein Körper mir das einfach nicht erlaubte.

Versteht mich nicht falsch, mein Liebhaber war sehr zärtlich zu mir, er liebkoste meine Kurven und meine Fettpolster, er genoss es. Aber ich war irgendwie einfach nicht auf der Hohe. Es kam mir vor, als sei das alles nur Routine für ihn. Ich fühlte mich ungeschickt und irgendwie einfach mies. Ich hatte das Gefühl, als würde mein Körper mich verraten. Nicht wegen meines Aussehens, sondern wegen seiner Funktionalität. Ich konnte mich früher den ganzen lieben langen Tag betrachten und sah immer ein sexy Wesen vor mir, aber jetzt war das vorbei! Als echter Sex dann noch hinzu kam, war der Ofen endgültig aus.

Dann plötzlich geschah etwas faszinierendes, ein Fickfreund von mir machte mir ein Angebot. Er sagte, dass er schon länger einen besonderen Fetisch hätte und dieser etwas mit Essen zu tun hätte. Das sagte er mir gerade dann im Facebook Chat, als ich ich mir eine 2 Liter Vanilleeis Packung reinhaute, so ganz nebenbei. Oh, vielleicht hätte ich erwähnen sollen, wie viel ich immer esse, wen ich depressiv bin, aber ich denke, das wird auch so klar. Mein Freund sprach jedenfalls von Feeding. Ich hatte davon zwar vorher schon gehört gehabt, aber konnte nicht allzu viel damit anfangen. Wir verabredeten uns jedenfalls dann bei mir und er sagte, dass er mit seinem Auto und jeder Menge Fressalien zu mir kommen würde. Er hatte nicht zu viel versprochen.

Es brachte zwei riesen Eimer Chickenwings von KFC mit, dazu Chips, Milchshakes, Gummibärchen, Toffifee, Pudding, Eis, Mozarellakugeln und so weiter. Alles auf seine Kosten. Wir verbrachten den Abend damit, dass er mich fütterte und wir miteinander quatschten. Es kam nicht zum Sex, aber irgendwann hörten wir auf zu quatschen und es war einfach nur noch irgendwie erotisch und sinnlich. Ich fühlte mich wie eine Ameisenkönigin, deren einzige Aufgabe es ist zu essen und vielleicht irgendwann mal ein paar verfressene kleine Larvenbabys auf die Welt zu katapultieren aus meinem, fetten, weißen, schwabbeligen, unbeweglichen Körper. Seitdem mache ich solche Sitzungen regelmäßig und habe einen festen und stetig wachsenden Stamm von Feedern. Depressionen habe ich seitdem nicht mehr."